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Anorexia athletica

Unter einer Anorexia athletica wird ein problematisches Essverhalten im Sportbereich, insbesondere Leistungssport, verstanden, bei welcher durch eine Gewichtsreduktion ein Leistungvorteil angestrebt wird.

Die Symptome überschneiden sich mit jenen der Magersucht und reichen somit vom selbst herbeigeführten Gewichtsverlust in Form von Nahrungsrestriktion, massiver körperlicher Aktivität, selbstinduziertem Erbrechen sowie dem Gebrauch von Abführmitteln bzw. Appetitzüglern, über ein verzerrtes Körperbild bis hin zu endokrinen Störungen. Darüber hinaus können sich Essanfälle sowie eine zwanghafte Sportsucht zeigen.

Im Gegensatz zu einer Anorexia nervosa steht die sportliche Leistungssteigerung, häufig auch die Einordnung in eine veränderte Gewichtsklasse, im Vordergrund. Meist ist das veränderte Essverhalten an bestimmte Wettkämpfe und Trainingsphasen geknüpft. Anorexia athletica ist nicht als Erkrankung anerkannt, jedoch ist das Risiko eine Anorexie oder Bulimie zu entwickeln, stark erhöht.

In Sportarten hoher ästhetischer Relevanz (z.B. Tanzsport, Eiskunstlauf) ist Schätzungen zufolge knapp jede zweite Sportlerin betroffen. In Ausdauersportarten (z.B. Schwimmen, Radfahren, Langstreckenlauf) jede vierte Sportlerin und jeder zehnte Sportler. Weitere Sportarten mit erhöhter Prävalenz sind jene mit Gewichtsklasseneinordnungen wie Kampfsport bzw. hoher Gewichtsrelevanz für die Leistungserbringung wie Hochsprung oder Skispringen.


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