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Depressionen im Berufsalltag

Autorenbild: Karla Kraemer
Karla Kraemer
vor 7 Stunden
1 Min. Lesezeit

Depressionen lassen uns oftmals handlungsunfähig werden. Sie zwingen uns, unser Leben zu pausieren. In einigen Bereichen kann dies zu einem Hürdenlauf werden. Natürlich können wir in der Arbeit in den Krankenstand gehen. Wir können dies immer und immer wieder tun. Leider befinden sich verständnisvolle ArbeitgeberInnen jedoch nach wie vor in der Minderheit und wir könnten schlimmstenfalls um unseren Job bangen müssen. Wie gelingt es uns, im Berufsalltag mit Depressionen umzugehen?

Zunächst ist es wesentlich, sich rasch professionelle Hilfe zu holen. Bei einer leichten Depression wird gemäß Leitlinien eine Psychotherapie/klinisch-psychologische Behandlung empfohlen. Stellt sich eine stärkere Ausprägung heraus, kann bzw. muss zusätzlich eine medikamentöse Therapie erfolgen. Was du darüber hinaus in deinem Berufsleben tun kannst:

1.) Anreize für den Tag (während Arbeit & Freizeit) einbauen

2.) Den Morgen fürsorglich & genussvoll gestalten damit der Weg aus dem Bett gelingt

3.) Genügend Pausen einplanen um den Konzentrationschwierigkeiten entgegenzuwirken

4.) Auf die eigenen Bedürfnisse achten und diesen nachgehen anstatt sich anderen aufzuopfern

5.) Kurze Sequenzen von Achtsamkeits-/Aktivierungsübungen einbauen

6.) Schwierigkeiten mit KollegInnen/Vorgesetzten nicht automatisch auf sich beziehen (durch Selbstwertproblematik unter Depressionen besonders häufig). Welchen Anteil nimmt das Gegenüber ein? Was sagt das über die Person aus?

7.) Schuldgefühle als Symptom einer Depression anerkennen

8.) Arbeitsumgebung ansprechend gestalten

9.) Hilfe in der Arbeit holen (emotionale & berufliche)

10.) Geduld für sich selbst aufbringen; Veränderungen brauchen Zeit!

Gewisse Ausprägungen einer depressiven Episode können eine Berufsausübung unmöglich machen. Selbstverständlich sollte die Gesundheit immer vorgehen.


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