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Wie entstehen Essstörungen?


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Esstörungen sowie Diäten und Schönheitsideal

Essstörungen sind nicht auf eine einzige Ursache zurückführbar, sondern basieren auf einem Zusammenwirken individueller Faktoren:

Biologische Faktoren: Es gibt Hinweise für eine genetische Veranlagung, welche weitervererbt werden kann. Ernährungsphysiologisch wird zudem die Ansicht vertreten, als Kind sei nicht nach dem persönlichen Hungerbedürfnis, sondern vielmehr nach Zeiten gefüttert worden.

Soziokulturelle Faktoren: Das gesellschaftliche Schlankheitsideal unterliegt einem zeitlichen Wandel und hat sich in der westlichen Welt zu einem zunehmend dünner werdenden Ideal verändert. Dieses Schlankheitsideal wird mit positiven Eigenschaften assoziiert, wodurch insbesondere ein niedriges Selbstwertgefühl zu kompensieren versucht wird. Nicht nur medial wird das "perfekte Bild" vermittelt, sondern auch die Familie und Freunde bzw. Bekannte beeinflussen jene Sichtweise.

Familiäre Faktoren: Die harmonische Familie birgt ebenfalls Risikofaktoren für die Entwicklung einer Essstörung. Es wird ein starker Zusammenhalt gefördert, wobei eigene Bedürfnisse zugunsten familiärer in den Hintergrund geraten. Typische Faktoren sind darüber hinaus eine Überbehütung in der Kindheit und Jugend sowie eine sehr symbiotische Beziehung zur Mutter. Die Herkunftsfamilien von Betroffenen weisen oftmals eine hohe Leistungsorientierung auf und der Umgang mit Konflikten stellt sich inadäquat dar.

Individuelle Faktoren: Als weitere Risikofaktoren können Perfektionismus, hohe Leistungsansprüche, ein niedriger Selbstwert sowie körperliche Unzufriedenheit angesehen werden.

Bestehen genannte prädisponierende Faktoren entwickelt sich jedoch nicht automatisch eine Essstörung. Kritische Lebensereignisse dienen als Auslöser, wenn Betroffene mit den Belastungen nicht umzugehen wissen.

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